Wenn ich mir mal den Luxus gönne, für ein paar wenige Tage wegzufahren, nehme ich zwar eine Kamera mit, versuche aber, das Equipment auf ein Mindestmaß zu reduzieren. So auch, als ich mit Steffi für insgesamt acht Tage unterwegs war – zunächst an der Westküste von Dänemark, eine Nacht in Malmö und dann einige Tage im Süden von Schweden.
Dort, in der Region Skåne (dt. Schonen) im Ort Röstanga hatten wir uns in einem Wandererheim einquartiert, als ich einen kleinen Jungen entdeckte, den ich auf jeden Fall für mein Portfolio fotografieren wollte… ;-)


Das Wandererheim in Röstanga. Wie aus dem Bilderbuch, oder?
Ein “Vandrarhem” ist so etwas wie eine Mischung aus Pension und Jugendherberge, nur irgendwie …nun ja… netter. Wir hatten das Gefühl, direkt in einem IKEA-Schlafzimmer im alten Stil zu wohnen. Für die verschiedenen Gäste, darunter etliche Familien, gab es eine Gemeinschaftsküche und ein großes Wohnzimmer im Erdgeschoss. Und hier sah ich Bertram und seine Mutter Anna das erste Mal und hatte sofort das Gefühl, ihn für mein Portfolio “haben” zu wollen… ;-)


Die dänische Familie war aus dem Norden Dänemarks nach Südschweden in den Urlaub gefahren. Während Mutter und Sohn die Sonne genossen, erkundete der Papa begeistert das angrenzende Naturschutzgebiet mit dem Mountainbike.
Im Laufe der Tage sprachen wir immer mal wieder über alles mögliche (auf Englisch) und irgendwann fragte ich Anna, ob ich nicht mal Bertram für mein Portfolio fotografieren dürfe, wenn sie die Bilder danach bekäme. Als ich ihr dazu noch mein Online-Portfolio zeigte, war sie wohl sehr angetan und sagte für den nächsten Tag zu…
Ich habe ja schon länger den Wunsch, Familienfotos als eines meiner Standbeine aufzubauen, weil mir der Umgang mit Menschen einfach wahnsinnig viel Spaß macht. Dazu habe ich immer schnell einen guten Draht zu Kindern (und Tieren)…
Bisher konnte ich aber leider nur wenige Fotos von Familien machen, weil mir durch die unstete, nicht planbare Agenturarbeit einfach die Zeit für Shootings und Verabredungen mit Familien gefehlt hatte. Also musste es jetzt im Urlaub sein, doch da Fotografie ja auch noch mein größtes Hobby ist, war das mehr Vergnügen als Arbeit für mich ;-)


Tja, und so kam es dann am Tag vor ihrer Abreise, dass ich Bertram und Anna für knapp 45 Minuten auf den nahen Spielplatz und zu einer Hängematte vor dem Wandererheim begleitete und sie einfach bei ihrem Spiel fotografierte.
Für mich spannend war, wie viel ich mit nur einer Linse machen könnte. Wie anfangs geschrieben, hatte ich nur eine minimale Ausrüstung mitgenommen – und zwar die Nikon D700 (Vollformat) ohne Batteriegriff und mein neues 50mm 1.4G (ca. 330 Euro) als Festbrennweite. Also musste ich hier nicht nur meinen Mors bewegen, da ich ja nicht zoomen konnte, sondern auch noch schauen, dass ich durch das Näherkommen für wirklich enge Portraits nicht das Spiel zwischen den beiden stören würde.


Aber es klappte alles wunderbar und Bertram war einfach ein wahnsinnig süßer Fratz. Ich finde es immer wieder faszinierend, dass man sich mit Kindern nur mit Händen und Füßen verständigen kann wenn man unterschiedliche Sprachen spricht.
Anfangs war Bertram zwar noch etwas argwöhnisch, doch als er mit meiner Kamera ein Foto von seinem Vater machen durfte, war das Eis gebrochen ;-)
Nun aber genug der Worte, viel Spaß mit der Auswahl von Fotos!




































Fotografieren macht mich einfach glücklich! Ob es Bilder von quietschvergnügten Kindern mit leuchtenden Augen, stylische Lifestyle-Portraits oder Fotos von sich liebenden Paaren sind - ich würde nichts lieber tun!






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