Man, bin ich an diesem Wochenende kreativ ;-) Denn wieder habe ich ein Video aus der Fotoserie über die Bundestagskandidaten der Region Hannover für die Wahl 2009 fertig!
In diesem kurzen Film könnt ihr sehen, wie wir den Kandidaten der FDP, Thomas Iseke, auf dem Steinhuder Meer im August 2009 in Szene gesetzt haben. Ich hatte mir für die Serie vorgenommen, die Politiker von der privaten Seite zu zeigen. Unsere Leser sollten die Menschen hinter den üblicen blassen Werbeplakaten und Mikrofonen auf Versammlungen sehen können.
Hier zunächst der Link zum Video – das ist zwar auf Englisch, aber dennoch leicht zu verstehen:
(…und für die RSS-Leser der Direktlink: http://www.youtube.com/watch?v=5fCceeu1s6Q )
Nach dem Shooting im Stoppelfeld hatte ich geplant, Thomas Iseke in seinem Heimatort Steinhude in Szene zu setzen. Da er auf der sogenannten Badeinsel ein Cafe betreibt das direkt am Wasser liegt, bot sich ein Foto am Wasser an.
Durch ein Shooting, das Joe McNally in einem seiner Bücher beschreibt, hatte ich allerdings nicht nur ein banales Portrait am Wasser, sondern ein Bild mit genau dem Moment vor Augen, bei dem die Sonne gerade untergegangen ist und fünf bis zehn Minuten danach der Himmel in atemberaubenden Farben zwischen rot, orange und gelb regelrecht explodiert.
Wasser ist für eine Aufnahme dieser Art wie geschaffen – man kann sogar sagen, dass es nur am Wasser genau so funktioniert. Stellt euch vor, ihr fotografiert nach Sonnenuntergang eine Person, die auf einer Wiese steht. Der Himmel und die Wolken werden von der Sonne immer noch erleuchtet, doch die Sonnenstrahlen (da ja jetzt unterhalb der Erdkrümmung des Horizonts) treffen die Wiese nicht mehr. Die Wiese wird also fast im schwarz “absaufen”.
Beim Wasser ist es dank der Reflexion ganz anders:
Wie ein riesiger Spiegel werden die Farbenspiele des Himmels in fast genau der selben Intensität widergespiegelt und umfliessen damit den zu Fotografierenden. Das Foto oben zeigt meine erste Testaufnahme, um zu sehen welche Zeit die Kameraautomatik bei der Blende von f/8 und ISO 400 sehen würde.
So weit so schön, alles, was der Fotograf jetzt noch zu tun hat ist, einen Blitz zum Ausleuchten des von vorne fast dunklen Portraitierten zu benutzen. Würde man ohne Blitz arbeiten und die Belichtung einfach hochreißen, wäre zwar der Mensch hell, doch leider würden auch die Farbenspiele farblos und zu hell aufgenommen…
So, hier sind noch ein paar Bilder mit Erklärungen. Fragen stellt bitte in den Kommentaren, damit andere auch an den Antworten teilhaben können. Meinungen sind auch immer gerne gesehen ;-)

Hier erstmal ohne Blitz von vorne

Und hier mit zusätzlichem SB-800 in der Lastolite EzyBox von oben rechts

Selbes Setup, einfach schnell mit dem 24-70 noch ein Portrait gemacht



Hier seht ihr Steffi mit der EzyBox auf dem ausziehbaren Zusatzarm

von Stefan Simonsen
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