Bilderklau im großen Stil

Mitte Februar 2010 hatte ich die damals noch recht unbekannte Lena Meyer-Landrut für die Agentur ddp fotografiert, nachdem sie in der ersten Top-20-Show bei “Unser Star für Oslo” eine Runde weitergekommen war. Schon damals war ich nach dem persönlichen Treffen davon überzeugt, dass Lena es zumindest bis ins Finale schafft.

Screenshot eines Forumeintrags mit geklauten Bildern in voller Auflösung

Screenshot eines Forumeintrags mit geklauten Bildern in voller Auflösung

Inzwischen ist Lena ein Star – und ich war in den letzten Wochen der einzige Fotograf, der neben dem Pro.7-Hausfotografen Bilder von ihr außerhalb eines Studios gemacht hatte. Gut für die Nachrichtenagentur, die mal wieder den richtigen Riecher hatte – denn inzwischen haben Bilder des Shootings auch schon mal Titelblätter geziert.

Das alles hat mich natürlich sehr gefreut – doch nun haben sich Kopien meiner Bilder in einer unglaublichen Geschwindigkeit im Internet verbreitet und sind zudem leider auch in voller Auflösung auf vielen verschiedenen Webseiten zu finden.

Und ich habe gemerkt: Als kleiner Fotograf hat man zumindest bei großen ausländischen Seitenbetreibern relativ wenig Chancen, schnell zu seinem Recht zu kommen, selbst wenn man mit einem Anwalt und einer Schadenersatzklage drohen würde…

Doch nun von Vorne:

Innerhalb von knapp fünf Wochen sind meine Blogeinträge über das Fotoshooting mit Lena auf Deutsch und Englisch bis heute   3.437 Mal abgerufen worden. Es wurden zwar auch schon Bilder aus meinem Blog kopiert, allerdings hatte ich sie vorher mit einem Wasserzeichen versehen, so dass die Verbreitung wenigstens eine indirekte Werbung für mich war.

In der letzten Woche begann aber etwas, womit ich nicht (so schnell) gerechnet hatte: Bilder von diesem Shooting sind allesamt in der Originalauflösung im Netz aufgetaucht (vermutlich von Jemandem mit Zugang zu einem Agenturserver) und verbreiteten sich rasend schnell auf Servern in der ganzen Welt.

Angefangen hatte es damit, dass meine Lena-Fotos bei facebook hochgeladen worden sind von einem User, der es jedoch nicht einmal für nötig hielt dazuzuschreiben, woher die (aus meinem Blog kopierten!) Bilder stammten.

Bilder bei Facebook

Bilder bei Facebook

Eine wirklich freundliche Bitte an den Uploader und den Admin der Seite (Lena’s Facebook Seite ist garnicht von ihr), die Bilder zu entfernen, wurde ignoriert. Erst, als ich einige Tage später die Bilder bei Facebook meldete und dem Admin /Uploader jeweils mit einem Anwalt drohte und hohe Schadenersatzforderungen in Aussicht stellte, kam Bewegung in die Sache. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass sich auch das Facebook-Team innerhalb von 12 Stunden gemeldet hat um die Bilder zu entfernen – da hatte der Admin allerdings schon reagiert.

Versteht mich nicht falsch, ich habe gar nichts gegen einen Fan, der sich Lena gerne auf den Desktop holt oder als Hintergrund für sein Handy haben möchte. Wer nett per Mail fragt, dem schicke ich auch gerne mal ein 100 Pixel großes Foto für seine Signatur in Foren, solange er dann meine Webadresse dazuschreibt. ;-)

Doch was jetzt läuft, ist schon extrem. Denn in den letzten Tagen machten mich mehrere Betreiber von Fanforen und Bekannte darauf aufmerksam, dass es offenbar Webseiten gibt, auf denen alle Bilder von meinem Shooting mit Lena in voller Auflösung (DIN A3 bei 150 dpi) heruntergeladen werden können. Und das ist dann eine Steigerung, die weit über das bloße Kopieren von 850 Pixeln großen, mit Wasserzeichen versehenen, Bildern aus meinem Blog hinausgeht.

Ein weiteres Forum mit den Bildern auch anderer Agenturen und von Brainpool

Ein weiteres Forum mit den Bildern auch anderer Agenturen und von Brainpool

Mit dieser Auflösung ist es jemandem möglich, Poster zu drucken oder T-Shirts herzustellen und zu vertreiben, was grundsätzlich der Prämisse widerspricht, unter der wir das Fotoshooting machen durften : Ausschließlich Bilder für die redaktionelle Nutzung herzustellen.

Es verhält sich ähnlich wie bei einem Popkonzert: Auch hier werden nur Bilder für die redaktionelle Nutzung zugelassen und oft hanebüchene Auflagen gemacht (siehe zum Beispiel diesen Artikel, in dem ich auch zitiert werde). Allerdings auch oft verständlich, denn der Vertrieb von Merchandise-Artikeln ist eine nicht unerhebliche Einnahmequelle für die Musiker.

Stellt euch mal vor, ihr werdet durch harte Arbeit berühmt und ein Dritter druckt T-Shirts mit eurem Gesicht, um damit Kohle zu machen…

Okay, nun muss man schon ganz schön blöd sein, um sich 1. mit der Agentur mit den Verwertungsrechten anzulegen und 2. die zum Glück sehr aufmerksamen Anwälte der Firma, die USfO produziert und Lena unter Vertrag hat, auf sich aufmerksam zu machen. Trotzdem denken viele Menschen einfach nicht nach oder hoffen, dass es schon gutgehen wird.

Doch zurück zum Thema Bilderklau. Anfänglich habe ich mich noch persönlich darum gekümmert, die Betreiber solcher Foren (Nachtrag: mit Bildern in voller Auflösung) anzuschreiben und zur Löschung der Beiträge aufzufordern. Inzwischen schicke ich die Links aber nur noch zur Agentur, damit sich die Rechtsabteilung darum kümmern kann.

Die erste eigene Erfahrung mit einem Forenbetreiber hatte ich letzte Woche. Auf einer in Deutschland gehosteten Seite waren in einem Forum Links zu den Originalbildern inkl. Vorschaubildern im Thread aufgetaucht, die auf einem amerikanischen Bilderuploaddienst (imagevenue.com) gehostet waren.

Ich schrieb den Forumsbetreiber daraufhin an:

Hallo aus Hannover,

leider musste ich feststellen, dass auf dieser Webseite Ihres Angebotes

xxxxxxxxx

diverse urheberrechtlich geschütze Fotos von Lena Meyer-Landrut abgebildet sind, für die ich die Urheberrechte inne habe und die Nachrichtenagentur DDP die Verwertungsrechte besitzt. Die Bilder sind zusätzlich verlinkt auf hochauflösende Dateien ohne Wasserzeichen auf dem Server eines Bilduploaddienstes.

Ich fordere Sie deshalb auf, die im Anhang markierten Fotos/Links unverzüglich zu entfernen!

Die meisten der anderen Fotos unterliegen dazu den Urheberrechten anderer Nachrichtenagenturen wie z.B. der Deutschen Presseagentur (DPA)

Mir freundlichen Grüßen
Stefan Simonsen

Und das war die Antwort:

Wir danken Ihnen für den Hinweis. Als technischer Dienstleister, der Informationen für Dritte speichert, sind wir jedoch  für die Inhalte nicht verantwortlich. XXX ist nicht Betreiber/Moderator der Foren, sondern bietet diesen Dienst für Dritte an.

Wir löschten den von Ihnen genannten Beitrag. Die Löschung erfolgte ohne Anerkenntnis, dass die Inhalte tatsächlich rechtswidrigen Charakter haben.   Die von Ihnen genannten Bilder sind nicht auf dem Server von XXX gespeichert, sondern lediglich verlinkt. Auf externe Dienste, z. B. für Bilder-Uploads, haben wir allerdings keinen Einfluss.   Bitten wenden Sie sich zukünftig direkt an den entsprechenden Foren-Inhaber, in diesem Fall der Betreiber von http://XXX/

Mit freundlichen Grüßen
XXX

Mit anderen Worten: “Wir weisen jede Verantwortung von uns, denn wir stellen ja nur die Plattform bereit. Was die User machen, ist uns doch egal. Aber weil wir nett sind, löschen wir den Beitrag doch…”

Okay, immerhin Einsicht bei den deutschen Betreibern, die natürlich sehr wohl wissen, dass Sie einen auf die Mütze bekommen, wenn auf einem ihrer Server auf rechtswidrige Inhalte weiterhin verlinkt wird, obwohl sie darauf aufmerksam gemacht worden sind.

Wesentlich schwieriger wird es aber, wenn die Server im Ausland stehen. Bis dorthin reicht der Arm des deutschen Gesetzes in diesen Fällen doch nicht mehr.

Für mich ist deshalb an dieser Stelle auch Schluß. Denn Urheberrechtsverletzer im Ausland dingfest zu machen und dann auch zivilrechtlich in Regress zu nehmen, braucht einen laaaangen Atem und erstmal viel Geld. Und den nutze ich lieber zum Fotografieren…

Obwohl, so ein halber gebrauchter Mittelklassewagen wäre da schon drin, wenn ich die Anzahl der vielen Webseiten mit den Bildern inzwischen sehe… ;-)

Matthias Wassermann - das ist eine sehr ärgerliche Entwicklung. Hatte mit meinem Klavierbild auch so ein Malheur. Der Betreiber einer Agentur hatte mein Bild als seines ausgegeben und in der ganzen Welt verkauft. Ich habe es aufgegeben meinem Recht nachzujagen.
in Den USA habe ich aber sehr schnell aufräumen können, dann dort wird das Thema meist ernst genommen.
Ich hoffe dass du dennoch ein wertvolles Resultat aus dem Schlamassel ziehen kannst.

DietmarF. - Hallo Stefan,
Sehr ärgerlich, diese Geschichte. Ich kann Ihre Wut verstehen. Nicht zuletzt deshalb, weil ich als Softwareautor ähnliche leidvolle Erfahrungen machen musste. Leider ist eine Verbreitung durch das Internet durch das Schneeballsystem unglaublich schnell und kaum kontrollierbar. Dabei hätte eine einfache Verlinkung auf diese Seite allen gedient.
Letztlich kann Ihnen vermutlich nur Lena und die nun hinter ihr stehende mächtige Marketingmaschine helfen, Ihre legitimen Rechte zu wahren.
BtW: Schon einige Zeit bewundere ich Ihre Fotos. Das Foto der Balett-Tänzerin fängt eine unglaubliche Stimmung der Zufriedenheit ein, dass schaffe ich nicht mal mit “Motivklingel”.
Weiterhin eine glückliche Hand – Dietmar F.

johannes - ich finde diesen beitrag äußerst lächerlich…
laut ihren aussagen hat niemand bisher die bilder für kommerzielle zwecke wie t-shirt-druck oder für presseartikel illegal genutzt, oder?!
sie banstanden also, dass menschen ihre fotos auf fanpages oder foren gepostet haben um sich diese gegenseitig zu zeigen. weiterhin vermute ich, dass sie derzeit durch die große nachfrage an fotos von lena meyer-landrut durch web- und printmedien, die wohl kaum die gefahr eingehen würden nicht legal gekaufte bilder zu verwenden, einiges verdienen.
somit verlieren sie durch die verwendung der fotos durch fans kein geld. ich finde es kleinlich und peinlich sich über foreneinträge oder socialcomunities zu beschweren in denen ihre fotos ausgetauscht wurden, wenn dies nie kommerziellen zwecken diente.

Stefan Simonsen - Hallo Johannes,

ich schlage vor, den Beitrag erst richtig zu lesen und dann zu posten, denn diese Antwort ist einfach nur peinlich, wenn man sich den Beitrag nochmal genauer ansieht.

Ich habe nichts gegen das Posten auf Fanpages, solange der Name des Fotografen dazu genannt wird bzw. die Webadresse – doch genau das passiert nicht, es gibt sogar Menschen, die meine Fotos als ihre ausgegeben haben.

Auch gegen das Herunterladen für den eigenen Desktophintergrund habe ich prinzipiell überhaupt nichts. Und, da ist es wieder, wer den Beitrag aufmerksam gelesen hat weiß nun, dass ich sogar einigen freundlich per Mail fragenden Fans kleine Bilder für ihre Avatare oder Signaturen zukommen lassen habe.

Das Problem mit den hochauflösenden Fotos, die inzwischen überall herumgeistern, ist, dass es nicht kontrollierbar ist, wer nun was damit macht. Ob das schon jemand getan hat, ist nämlich durch die Weite des Internets nicht nachvollziehbar. Und nun erklär mir mal, warum ich mich nicht darüber aufregen soll, dass eventuell Andere mit meiner Arbeit Geld verdienen, ohne a) zu fragen und b) ohne mich zu beteiligen. Schon mal daran gedacht, dass so eine Ausrüstung auch eine Menge, Menge Geld kostet und ich auch nicht von der Hand in den Mund leben kann?

Also schreib bitte nicht so einen Schwachsinn, dass mein Post lächerlich sei. Sowas kommt allerdings öfter von Menschen, die meinen im Internet sei alles ein rechtsfreier Raum.

Da schließt sich auch die Meinung an, ich hätte mit den Bildern ja sicher schon unverschämter Weise eine Menge Geld verdient (weil Fotografen ja so unglaublich viel Geld verdienen!).

Auch sowas kann nur von jemandem kommen, der einfach keine Ahnung hat aber sich sein eigenes Unrechtsbewusstsein zurechtgebastelt hat um Dinge zu rechtfertigen.

Für solche Termine werden von einer Agentur Pauschalen gezahlt, die anhand der Stunden bemessen werden. Der Termin hat eine Stunde gedauert, da kann man sich vorstellen was dabei herausgekommen ist. An den Verkäufen letztendlich werde ich nicht beteiligt.

Und wenn ich so ein geldgeiler Fotograf wäre, hätte ich sicher nicht die vielen Privatleute zunächst freundlich gebeten, die Bilder zu löschen oder meinen Namen dazuzuschreiben. Ein Anwalt hätte dort wegen nicht erlaubter Nutzung das fünffache des Nutzungshonorars eingetrieben, so einfach wäre das gewesen! Hab ich aber nicht getan…

Insgesamt ein sehr schwacher Kommentar. Vielleicht einfach mal vorher nachdenken! ;-)

DietmarF. - @Johannes: Genau so ist es. Übrigens würde ich gerne während Ihres Urlaub Ihre Wohnung benutzen – Sie verlieren ja kein Geld und brauchen die Wohnung ja während dieser Zeit nicht.

@Stefan: Johannes hat nicht mal annähernd begriffen, um was es hier geht. Das Schlimmste ist dabei, da er sich auch noch vermeintlich im Recht fühlt. Vermutlich hat er neben der Nettikette auch die Majuskeln (Grossbuchstaben) seiner Tastatur zur Verwertung im Internet frei gegeben.
Mein Tipp: Nicht darüber aufregen und immer nach dem Motto: Gelassenheit macht überlegen – und umgekehrt
Dietmar F.

Marco - Hallo Stefan,

so abwegig finde ich den Kommentar von Johannes gar nicht, wenngleich auch etwas unglücklich ausgedrückt.

Ich selbst betreibe seit 5 Jahren eine Plattform, auf der ich meine Fotos und Videos hochauflösend verkaufe, immer mit der “Gefahr” im Nacken, daß die Werke weitergegeben und woanders veröffentlicht werden. Aber seien wir mal ehrlich: Können wir uns dagegen schützen? Nein. Der digitale Raum ist zwar nicht rechtsfrei, aber er ist auch nicht kontrollierbar.

Die Fehler der Musikindustrie in den letzten Jahren beweisen eindrucksvoll, wie sehr manche Leute den Lauf der Zeit verschlafen. Sie mahnen lieber ab und gängeln die potentiellen Kunden, anstatt Mehrwerte und guten Content zu bieten. Als Hauptberuf bin ich übrigens DJ, von daher habe ich Ahnung von der musikalischen Materie.

Was ich damit sagen möchte ist folgendes: Du wirst dein “Recht”, welches du als Urheber selbstverständlich hast, eventuell an einigen Positionen mit Anwälten durchdrücken können, aber du wirst den Lauf der Zeit und somit auch die Verbreitung nicht aufhalten können.
Sicher, der Kleinwagen ist auf kurze Sicht vielleicht reizvoll, auf lange Sicht gesehen würde ich dich als Fotograf nicht mehr buchen wollen.

Dazu ein Musikbeispiel: Als Mousse T. seinerzeit angefangen hat, konsequent die Filesharer abzumahnen, habe ich damit aufgehört, seine CDs zu kaufen. Punkt. Auf meinen Gigs gibt es also keine neuen Songs von Mousse T. mehr, er bekommt keine kostenlose Promotion von mir, die ich durch den Kauf(!) seiner CD finanziere.

Sicher, du beschreibst, daß deine Urheberschaft nicht mit angegeben wurde, als die Bilder verbreitet worden sind. Aber zum einen sind das Einzelfälle, zum anderen hast du nicht den geringsten Beweis, daß deine Werke zu kommerziellen Zwecken eingesetzt werden. WENN sie das würden, würdest du es schon irgendwie erfahren und könntest dich dann auf deine Urheberschaft berufen.
Aber so? Du ärgerst dich zu Recht über “Diebstahl” – obwohl es dich vielleicht eher ein Stück freuen sollte, daß deine Fotos Verbreitung finden. Diejenigen, die es interessiert, wer so tolle Fotos gemacht hat, werden dich finden und auf dich zukommen. Die anderen sammeln die Bilder, weil sie Lena toll finden, aber damit hättest du auch kein Geld verdient.

Ich würde die Kirche echt im Dorf lassen, ganz im Ernst, denn das, was dir gerade passiert, ist extrem negative Publicity.

Gruß aus Köln,
Marco.

Martin G. - Ziemlich peinliche Kommentare hier. Sie sollten sich DEFINITIV mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln wehren, denn der Fotografenberuf ist einer wie jeder andere auch. Wir versuche, damit unser Geld zu verdienen und das Urheberrechtsgesetz is EINDEUTIG. Ich frage mich, ob die jungen Herrschaften, die das hier so gar nicht akzeptieren wollen, auch so reagieren würden, wenn es um IHR GELD ginge. Wohl kaum! Ich kann Ihnen nur raten, entsprechende Rechnungen und Abmahnungen zu versenden. Über die entsprechenden Inkassobüros lässt sich aus eigener Erfahrung zudem einiges an Geld zurück holen. Zudem rate ich Ihnen, ebenfall aus eigener, erfolgreicher Erfahrung, auch die entsprechenden Pressedienste einzuschalten. Briefe der Anwälte aus deren Richtung wirken wahre Wunder. Was die Fanseiten etc. angeht, da mag Ihre Reaktion ja nett sein, dennoch können Sei nicht einerseits die Einhaltung von Recht einfordern und es andernorts selbst wieder aushebeln wollen. Da beißt sich die berühmte Katze in den Schwanz. In Namen aller Berufsfotografen bitte ich daher auch hier um eine klare Linie, auch wenn es anstrengend ist. Eine Rechnung ist schnell vervielfältigt und standardisiert. Über die Provider lassen sich zudem sehr schnell alle verantwortlichen Betreiber ermitteln. Die Communitybetreiber wollen außerdem möglichst keinen Ärger. Also, nur Mut…. Martin

Stefan Simonsen - Hi Marco,

wie bei Johannes bereits geschrieben, geht es hier überhaupt nicht um die “kleinen” Fans, denn da hätte ich schon eine Menge Geld durch Abmahnungen verdienen können. Habe ich aber nicht, da ich den Hype durchaus verstehen kann und auch nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen will – ich bin ja selber ein Fan von Lena… ;-)

Inzwischen habe ich sogar zwei Fanforen meine Bilder zur KOSTENLOSEN Nutzung im Header zugeschickt, um sie zu unterstützen. Allerdings haben die auch vorher gefragt statt einfach zu nehmen.

Es geht hier ganz klar um die Leute, die solche Bilder “im großen Stil” bereitstellen und weiterverteilen. Und um genau diese Leute kümmert sich nun die Rechtsabteilung der Nachrichtenagentur. Und um die Menschen die meinen, alles im Netz wäre frei. Dass es Menschen gibt, die dafür hart arbeiten und ihr Leben auch irgendwie finanzieren können müssen, wird leider fallengelassen.

Ich verstehe ehrlich gesagt deine Logik gerade nicht, warum ich mich darüber freuen soll, dass meine Bilder ja vervielfältigt werden. Zum einen hat auch eine Nachrichtenagentur laufende Kosten und Mitarbeiter zu bezahlen, und das geht nur wenn dort auch Geld für die Leistungen ankommt. Zum anderen glaube ich auch nicht, dass mich irgendeine Privatperson jetzt eher buchen würde, nur weil ich mal Lena fotografiert habe. Dazu müsste man mich erstmal finden, doch schon da wird es für potenzielle Kunden schwierig, da ja dummerweise weder Name noch Ort des Shootings bei den Bildern stehen… ;-)

Deinen Text über Mousse T. kann ich übrigens garnicht verstehen. Wovon lebt der Mann denn? Wovon bezahlt er sein Studio, seine Instrumente, seine Reisen um neue Songs zu produzieren? Du hast den Vorteil als DJ, dass du wenigstens auch Geld verdienst, da du vor Ort von dem Veranstalter für etwas bezahlt wirst, was du dort tust. Was würdest du denn machen, wenn sich plötzlich jeder zweite Veranstalter einen Mitschnitt deiner letzten Gig’s “besorgt” und dich einfach mal nicht mehr bucht, da du ja auch nur ein paar Lieder gemischt hast, für die er GEMA bezahlt? Das würdest du sicher auch nicht so toll finden…

Übrigens bin ich der Meinung, dass jemand der einmal für Content bezahlt hat (wie also auch bei dir), das nicht so schnell weiterverbreitet wie etwas, das er kostenlos irgendwo gesaugt hat.

Vielleicht hast du dir meinen Blog und auch meine Videos angesehen. Dort merkt man zum Beispiel, dass ich sehr gerne teile und auch gerne etwas von meinen Erfahrungen abgebe. Ich mache mir stundelang die Mühe, für Interessierte und Anfänger Blogeinträge auf Deutsch und Englisch mit Erklärungen zur Fotografie zu schreiben und sitze drei- bis vier Stunden beim Schneiden für ein Hinter-den-Kulissen-Video – alles kostenlos und ohne daraus einen finanziellen Nutzen zu ziehen. Einfach, um etwas zurückzugeben an die Community, aus der ich mir auch viel abgeguckt habe in den letzten jahren.

Allerdings gibt es genug Menschen aus der ganzen Welt, die sich bei mir per Mail auch mal für die Arbeit bedanken und das anerkennen. Von den fast 3.500 Lesern des Beitrags über das Lena-Shooting haben es gerade mal eine Handvoll für nötig gehalten, sich zu äußern. Aber sehr viele haben sich trotzdem die Bilder rauskopiert…

Und da hast du auch wieder einen Beweis für die allgemeine Denke: Immer nur nehmen, nie etwas zurückgeben. Und seien es nur mal ein paar Worte… ;-)

kalle - Krass Stefan
Das geht ja gar nicht, was sich einige da rausnehmen.
Trotz Wasserzeichen veröffentlichen dies vielleicht noch entfernen.
Die Rechte sind auch der Agentur vorbehalten und die werden schon handeln.
Tja ,wenn ich einen Dj buche und der spielt keine Titel von Mousse T. wenn ich es wünsche bekommt bestimmt auch keine Aufträge mehr.:-)
Hier noch mal Klartext:
Wenn jemand eine Fotografie von einem Fotografen,ohne vorher zu fragen,geschweige denn ohne hierfür eine Lizensgebühr zu zahlen, im Internet auf seine eigene Homepage veröffentlicht,liegt eine unerlaubte öffentliche Zugänglichmachung der Fotografie vor.Der Fotograf hat daher Anspruch auf Unterlassung.Außerdem hat er ein Beseitigungsanspruch.
Fazit: Diebstahl sollte bestraft werden
LG Kalle

Stefan Simonsen - Hallo Martin, danke für den Kommentar :-)

Der überwiegende Anteil der User in Fanforen hat einfach auf meinen Blogeintrag verlinkt und das ist auch vollkommen okay. Bei anderen, die meine Bilder (die mit Wasserzeichen aus meinem Blog) ohne Nachzufragen bzw. ohne Hinweis auf die Webseite veröffentlicht haben, habe ich mich dann auch schon nett gemeldet. Und herausgekommen ist oft genug, dass sich die Leute darüber überhaupt keine Gedanken gemacht hatten. Dann ist das für mich auch geklärt!

Gegen die richtig dreisten User allerdings, die Bilder auf speziellen Uploadseiten in voller Auflösung ohne Wasserzeichen bereitstellen, wird sicher entsprechend von der Agentur vorgegangen werden…

Marco - @Kalle: Glücklicherweise bin ich in der Situation, mir meine Kunden aussuchen zu können. Falls jemand ne Mousse T.-Party haben will, dann braucht er nen anderen DJ, das ist für mich kein Problem.

Aber auch zu dir, Stefan, und zum Klartext von Kalle:
Die Diskussion führt zu nichts, wenn wir nicht “gewerblich” und “privat” unterscheiden.
Das habe ich in meinem Posting aber auch geschrieben: Wenn jemand deine Vorlagen gewerblich nutzen sollte, dann soll man sehr wohl dagegen vorgehen, kein Einwand.

Du aber beziehst dich auf Facebook und die Foren, das sind Fanseiten und ich sehe da eher die private Fraktion surfen, so auch ich. Durch Facebook bin ich schließlich auf dich aufmerksam geworden.
Für gewerbliche Nutzung hast du doch bisher keinerlei Grund zur Sorge, oder? Falls jemand dein Foto als seines ausgibt, wirst du das recht schnell beweisen können, daß du der Urheber bist.

Noch ein Wort zu Mousse T. und meine Reaktion darauf:
Ich bin seit 20 Jahren Discjockey und verfolge diese ganze Urheberrechtsgeschichte von Anfang an. Als ich die erste CD gekauft hatte, die in meinem Autoplayer nicht lief (wegen Kopierschutz), habe ich angefangen zu boykottieren. Es kann nicht angehen, daß Kunden für etwas bestraft werden, was sie nicht getan haben.
Ich habe absolut nichts dagegen, daß Täter in gewerblicher Absicht zur Rechenschaft gezogen werden, aber ich habe sehr wohl was dagegen, wenn eine Entwicklung in der Gesellschaft stattfindet und die Indusrie es verschläft, sich dem anzupassen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Stattdessen wird mit dem Geld, was ich für die CDs bezahle (und kostenlos Werbung mache), eine Maschinerie von Abmahnwellen angetrieben, wo die Gelegenheitshörer und potentiellen Käufer(!) als Straftäter durchs Dorf getrieben werden.

Bevor es Internet gab, habe ich meine Musik auch vom Radio aufgenommen und mir dann die Platten gekauft, wenn mir die Künstler gefallen. So ist es heute auch, nur mit nem anderen Medium.
Jeder, der die neuen Medien aber dazu benutzt, seine Fans abzustrafen und sein Equipment damit finanziert, Abmahnwellen voranzutreiben, wird von mir eben nicht mehr mit nem Kauf belohnt. Das ist meine ganz persönliche Entscheidung und hat mir in meinem Beruf bisher nicht geschadet.

Dieses Thema spaltet die Gesellschaft, ich weiß, und ich möchte auch keine Grundsatzdiskussion darüber führen.

Mir war aber wichtig, dir einen Gedankenanstoß zu geben, zumal ich eben auch mit Fotos mein Geld verdiene. Ich verdiene aber nur dann Geld, wenn ich gute Ware abliefere, das Vertrauen meiner Kunden nicht verspiele und letztlich für Verbreitung/Werbung sorge. Der Rest kommt von ganz alleine und ich finde es fehl am Platz, mit dem immer gleichen Argument “Aber ich muß auch von was leben” zu kommen. Ja, man lebt, wenn man gut arbeitet und sich damit eine Reputation verschafft.

Die von dir gezeigten Foren sind allesamt Fanforen, wie es sie zuhauf gibt. Von gewerblicher Verbreitung kann ich da nichts erkennen.

Ich jedenfalls freue mich, wenn ich meine Fotos in ganz vielen Foren wiederfinde. Die paar Leute, die die Bilder sammeln und privat auf Uploadportale hochladen, schaden aber nicht meinem Geschäft, sie nutzen mir nur auf lange Sicht. Würde ich mit Anwälten dagegen vorgehen (immer im Bewußtsein, daß ich von nicht-gewerblicher Verwendung spreche), würde sich das ganz schnell rumsprechen und ich hätte keinen guten Stand mehr bei meinen Fans und zahlreichen Stammkunden.

Aber die Wege zum wie auch immer gesteckten Ziel sind zahlreich, von daher seht mich ruhig als Einzelmeinung :-)

Lieben Gruß,
Marco.

Matze - Hmm… ärgerlich im Sinne der “herkömmlichen” – um nicht zu sagen “konservativen” Denkweise. Dennoch: wer etwas ins Internet stellt, stellt es jedem zur Verfügung! De facto! (um nicht zu sagen “ex machina” ;-))

Das Urheberrecht befindet sich an einer grundlegenden Schwelle zur völligen Neudefinition und in dieser Übergangsphase werden solche Diskussionen um geltendes Recht, gefühltes Recht und real existierendes Recht Hochkonjunktur haben.

Ich ahne schon den Gegenwind, aber – besser (und glaubwürdiger) wär’s gewesen, die Fotos zurück zu halten, in der bewussten Überzeugung (und damit Vorleistung!), dass dem Mädel ein Hype widerfahren wird und die Bilder bald wertvoll werden würden. Im Nachhinein zu lamentieren, bringt eh nichts. Klar, eventuell holt der ein guter Anwalt ein paar Kröten rein, aber: was im Netz ist, gehört irgendwie allen. Die normative Kraft des Faktischen…

Wer ohne Sünde ist, lade den ersten Stein ;-)

Stefan Simonsen - @ Matze: Wir reden dann nochmal darüber, wenn du etwas geschaffen hast und es andere als deins ausgeben ;-)

Ich kannte übrigens mal einen, der gesagt hat: “Alles sollte allen gehören”. Auf die Frage, was er täte wenn dann einfach jemand seinn Auto benutzen wollte, gab’s die Antwort: “Dann bringe ich ihn um!”

Matze - Hmmm… aber ich hatte doch deutlich genug vom “Netz” gesprochen und nicht von haptischen Dingen wie Autos o.ä?

“Wir reden dann nochmal darüber, wenn du etwas geschaffen hast und es andere als deins ausgeben ;-)”

ich schätze mal, Du meintest “als ihres” ausgeben? ;-) Nun, es ist etwas zu müssig, das persönlich aufzudröseln, denn Du kennst mich ja nicht. Ich bin seit 25 Jahren Musiker und habe sehr sehr deutlich unter der schleichenden Veränderung der Dinge finanziell (ausschliesslich! finanziell) leiden müssen. Ich halte es trotzdem für etwas (sorry) altbacken, wenn man etwas ins Netz stellt und sich dann empört wundert, wenn es sich unkontrollierbar verbreitet.

Aber um mal was übereinstimmendes zu sagen: Es gibt in dieser juristischen In-Between-Situation genug bewusst von “Oben” gesteuertes Schmarotzertum, welches dies ausnutzt und – well… man darf ja im Netz nicht alles sagen was man denkt ;-)

Faust - Okay. Alles schön und gut, auch nachvollziehbar – dann sehe ich ein Lesezeichen zu “MacBB”. Ich kenne dich nicht, möchte dir auch nichts vorwerfen. Aber ernst nehmen kann ich deine Aussagen zum Urheberrecht jetzt nicht mehr. Schade.

Stefan Simonsen - hehe, ja, du hast Recht, war ein freudscher Versprecher… Das Beispiel sollte auch nur verdeutlichen, dass es immer Leute gibt die sich dafür stark machen, dass man einfach alles nutzen darf. Wenn sie aber selbst mal betroffen sind, sieht das aber plötzlich ganz anders aus… ;-)

Ich weiß gar nicht, wie oft ich es jetzt schon hier geschrieben habe: Wer mich nett fragt, meine Bilder mit dem Wasserzeichen irgendwo posten zu dürfen, der bekommt sowieso meine Erlaubnis, da es ja auch Werbung für meine Seite ist. Wenn jemand meine Fotos mit dem Wasserzeichen aber irgendwo ohne zu fragen hochlädt, dann möge er wenigstens dazuschreiben, woher er die Bilder hat. Doch genau das passiert doch nicht.

Um es mal klarzustellen – man muss hier auch zwischen meinen Blogbildern (die nicht ohne Grund mit einem Wasserzeichen versehen sind) und den Bildern in voller Auflösung trennen. Die sind nämlich weder von mir noch von der Agentur ins Netz gestellt worden und sie waren auch nicht ohne einen Zugang zu bekommen – sonst würde ich mich auch nicht aufregen wenn sie verbreitet werden, denn “so ist das nun mal im Netz”.

Da du dich mit dem Internet als leidtragender Musiker ja auch gut auskennst, kannst du dir sicher ausmalen wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass es doch schnell jemanden gibt, der versucht, damit Geld zu machen. Ich denke da zum Beispiel an die Public Viewings am Abend des ESC… :-/

Stefan Simonsen - Nanana, woher kennst du denn MacBB? Allerdings muss man dort doch nicht zwangsläufig was saugen, sondern kann sich auch registrieren, um zum Beispiel Hilfe zu bekommen in Sachen Mac ;-)

Allerdings war mir das mit den Lesezeichen überhaupt nicht aufgefallen, da kann man ja noch mehr sehen. hatte ja alles andere gepixelt um niemanden reinzureissen öffentlich *ähem*

Marco - Mein Beitrag scheint ja dann doch eher ignoriert zu werden :-)

Aber Stefan, doch nochmal 2 Dinge: Wenn die Bilder ohne einen Zugang nicht zu bekommen waren, dann ergibt sich daraus ein Strafbestand und das ist derjenige, den du suchen solltest.

Und zum zweiten: diese Wasserzeichengeschichte ermutigt Menschen, etwas ohne Wasserzeichen zu bekommen. Warum nicht Bilder in netter Desktopauflösung bereitstellen und schon sind dir die Bookmarks und wiederkehrende Besucher sicher?
Überleg mal, warum Musicload vor 2 Jahren damit aufgehört hat, Wasserzeichen in mp3s zu verwenden. Der aktuelle Run auf die Downloads gibt dem nur Recht und das ist auch meiner Meinung nach die richtige Richtung.

Ansonsten möchte ich Malte danken und weitestgehend auch zustimmen.
Wenn ich in meinen Referrer-Logs sehe, von wo meine Besucher herkommen und mal wieder ein Forum entdecke, wo Bilder von mir ohne zu fragen gepostet werden, dann melde ich mich dort an und bedanke mich für die kostenlose Werbung.
Es geht halt auch anders…

Stefan Simonsen - @ Marco: Nein, warum denn? Ich habe aber tatsächlich noch ein bisschen was zu tun, musste eben noch schnell zu einem Termin düsen, und muss ganz nebenbei auch noch ein Familienshooting von elf Leuten fertig bearbeiten…

Ich finde es ja sehr schön, wenn du das so locker siehst. Aber werden deine Bilder auch in voller Auflösung gepostet? Und es würde dich nicht ärgern, wenn jemand, der bei dir die Datei kaufen müsste, sich das woanders zieht und sich ein Bild an die Wand hängt ohne das du was davon hast?

Ich habe mir mal deine Webseite angeschaut und denke, dass es vielleicht ein wenig spezieller ist, was du fotografierst. Die Community der Fußliebhaber ist wohl doch überschaubarer im Internet… :-)

Korrigiere mich bitte, wenn ich das falsch sehe, aber dein Satz “arbeite als Discjockey und im Krankenhaus” suggeriert mir, dass du eben nicht wie ich hauptberuflich von Fotografie leben können musst, aber wenigstens eine Grundversorgung haben wirst, um die laufenden Kosten zahlen zu können(?). Und genau dann könnte ich deine Äußerungen auch eher nachvollziehen… ;-)

Gruß
Stefan

Matthias - Dateien lieber auf einem Rechner speichern, der nicht an ein Netzwerk bzw. ans Internet angeschlossen ist.
Warum werden die Bilder in der Größe und Auflösung gespeichert, wenn sie nur für redaktionelle Zwecke gemacht wurden?

Stefan Simonsen - @ Matthias: Bei mir ist das doch gar nicht passiert… ;-)

Warum in der Auflösung? Weil Zeitungen und Magazine gerne auf das Archiv sofort zugreifen können wollen, und gerade Magazine brauchen Bilder in hoher Auflösung. Allerdings kann sich nicht jeder einfach so anmelden, sondern muss schon schriftlich nachweisen, dass er redaktionell arbeitet und publiziert.

Ich denke aber, dass es gut möglich sein wird nachzuvollziehen, wer sich ALLE Bilder auf einmal heruntergeladen hat. Sonst sind es immer nur ein paar gezielte Motive, die sich die Kunden ziehen, das dürfte auffallend gewesen sein…

A r c h i v
F o l g e   m i r
T w i t t e r
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