Moin moin, es ist geschafft. Bei meinem ersten Workshop über die Grundlagen der Fotografie und die Einsatzmöglichkeiten der Software Aperture auch (oder gerade) für Fotoanfänger beim Apple-Händler FundK.com in Hannover habe ich viele nette Leute kennengelernt und wieder einmal gemerkt, wie schnell man doch durch die Fotografie mit den Menschen ins Gespräch kommt. Danke dafür!
Nun schmerzt zwar der Hals, denn ich bin so langes Reden am Stück einfach nicht gewohnt ;-)


Ich hoffe, dass es auch den mehr als 50 Teilnehmer gefallen hat und freue mich sehr auf den nächsten Workshop am 23. Juli, der auch schon ausgebucht ist. Wenn es für beide Termine gutes Feedback gab, wird es vielleicht regelmäßig so eine Veranstaltung bei FundK mit mir geben :-)
Und wie versprochen kommen hier noch ein paar hilfreiche Links zu Software und fotografischen Hilfsmitteln. Als kleinen Leckerbissen habe ich die Inhalte des Grundlagen-Teils für euch noch in einem mehrseitigen pdf kurz und knackig zusammengefasst.
Zusammenfassung des Workshops
Hier ist das pdf mit der Zusammenfassung der wichtigsten Einstellungen und Hinweise zum richtigen Fotografieren, inklusive Belichtung, Blitz und Bildaufbau…
-> klicken zum Download des pdf
Folien für den Blitz
Hier kann ich sehr einen Händler aus England empfehlen. Unter www.flashgels.co.uk vertreibt der britische Fotojournalist Jason die Vorsätze für Blitze, seitdem er nichts vergleichbares in Europa gefunden hatte. Bestellen müsst ihr für die Umwandlung des Blitzlichts in Kunstlicht diese Folie für kleinere Blitze wie den Canon EX430 oder Nikon SB-800/SB-900 oder für größere Blitzköpfe wie den Canon EX580 oder Nikon SB-900 diese Folie.

.png)
Ich rate euch, gleich eines der Pakete mit den Grundfarben blau, rot, und den grünen Folien für die Konvertierung in Leuchtstoffröhrenlicht mitzukaufen. Bei mir war die Bestellung innerhalb weniger Tage da.
Noch ein Tipp für die Befestigung: Ich habe mir billiges Klettband aus dem Baumarkt geholt (2 Meter für 3 Euro) und den weichen Part links und rechts an die Seiten der Blitzköpfe geklebt. So verletzt man sich nicht und bleibt nicht hängen, wenn keine Folie montiert ist. Teures Klettband ist nicht nötig – wenn man beim Aufkleben das Band richtig mit Druck reibt bis es heiß wird, wird der Klebstoff einmal gelöst und hält nach dem Abkühlen viel besser am Plastik. Er lässt sich später auch rückstandslos wieder entfernen, indem er wieder durch Reibung erhitzt wird…
Falls ihr noch Fragen zur Benutzung habt, sucht einfach mal im Blog nach den Tags Lee oder CTO (das steht für Color Temperature Orange). In vielen Blogeinträgen gehe ich auf die Verwendung ein.
Sensor-Reinigung
Obwohl neuere Kameras teilweise über eine interne Sensorreinigung verfügen, ist es manchmal nötig, groben Schmutz zu entfernen. Ihr kennt das ärgerliche Phänomen, wenn man eine geschlossene Blende benutzt und im Bild plötzlich kleine schwarze Punkte zu sehen sind. Das sindmeistens Staubteilchen oder winzige Sandkörner, die beim Wechseln des Objektives im Freien in den Bereich zwischen Objektiv und Sensor/Verschluss geflogen sind.

.png)
Ich benutze dafür die “Giottos Air Bomb” (hier ein Link zu Amazon), die um die 10-15 Euro gekostet hat und durch Druck auf einen Gummikorpus Luft mit hoher Geschwindigkeit durch ein kleines Loch auf den Sensor presst. Dazu muss man natürlich vorher im Menü die Sensorreinigung auswählen, so dass Spiegel und Verschluss den Blick auf den Sensor freigeben. Dadurch werden kleine Staubteilchen, die auf dem Sensor sitzen, effektiv entfernt.
Sowas gibt es übrigens auch von No Name-Herstellern (hier mal ein Link zu einem enjouyourcamera.com-Produkt), über die Qualität kann ich aber nichts sagen. Oft sind diese Nachbauten auch gut, kosten aber weniger ;-)
Auf keinen Fall benutzt bitte Druckluft aus der Dose, denn bei zu langem Ausstoss oder wenn die Dose schief gehalten wird, kann die Luft Eisanteile enthalten und dadurch das Wasser beim Auftauen/Verdampfen einen hässlichen Fleck hinterlassen. Abgesehen davon ist so ein Eisschock sicher auch nicht gut für den Sensor!
Sollte der Schmutz hartnäckig sein, gibt es zwei Möglichkeiten: Zu einem Kameraladen bzw. Nikon/Canon/Whatever-Service einschicken oder sich selbst daran versuchen.
ACHTUNG: Wer hier bei der Selbstreinigung falsche Handgriffe macht oder das falsche Reinigungszeug benutzt, kann den Sensor unwiderbringlich durch Kratzer zerstören!!!!!!!!!!!!
Auf keinen Fall sollte man deshalb mit einem trockenen Wattestäbchen arbeiten. Die feinen Härchen der Enden sind für die Haut weich genug, aber können auf dem Sensor bei zu viel Druck Kratzer hinterlassen! Dass man keine Taschentücher oder Lappen benutzen sollte, versteht sich da wohl von selbst. ;-)
Besser geeignet sind spezielle Reinigungs-Swaps der Firma VisibleDust, die man günstig auch bei enjoyyourcamera.com für ca. 30 Euro bekommt.


Funkauslöser für Blitze
Hier gibt es teure Produkte von Pocket Wizard, allerdings muss man als Amateur sicherlich keine 250 Euro pro Sender/Empfänger ausgeben. Seit einiger Zeit ist die Fotografengemeinde ganz verrückt nach den Funkteilen von Yongnuo. Zu recht: Ich habe dieses rund 60 Euro teure Paar aus Sender und Empfänger auch getestet und nach 130 Metern Reichweite aufhören müssen, weil ich keinen Platz mehr zum Weiterlaufen hatte ;-)


Diese Teile haben aber eine Schwäche: Ein automatisches Blitzen ist nicht möglich, die Blitze müssen im manuellen Modus betrieben und auch die Kamera im Programm M komplett manuell eingestellt werden. Nichtsdestotrotz eine tolle Möglichkeit, sich der Fotografie bewusst zu nähern! Zu bekommen sind die Sender-Empfänger-Paare bei ebay oder wieder bei enjoyyourcamera.com für Canon und für Nikon (es sind spezielle Kabel zum Anschluss an die jeweiligen Blitze/Kameras notwendig, also bitte genau hinschauen, welche ihr bestellt!). Nein, ich habe mit denen keinen Deal oder so, aber der Laden hat sich bei mir mehrfach hervorragend bewährt und ist günstig. Und er sitzt in Hannover, verschickt aber leider nur aus einem Lager in NRW nach ganz Deutschland).
Für alle Produkte gilt wie immer: Bei preissuchmaschine.de oder guenstiger.de lohnt es sich oft, selbst noch mal nach dem besten Preis zu suchen. Achtet aber darauf, dass der Shop gut bewertet ist. Es gibt Händler, die günstige Preise versprechen, das Geld erstmal nehmen und die Ware dann doch nicht liefern können. Das kostet nerven und vermiest einem den Spaß am Hobby doch irgendwie…
So, das war’s erstmal. Ich wünsche euch nun ein erholsames Wochenende, an dem ihr Zeit habt, die Kamera zu schnappen und die Tipps auszuprobieren.
Wenn ihr noch Fragen habt, schreibt sie bitte unten im Kommentarfeld, da dann alle von den Antworten profitieren können! :-)
PS. Vielleicht habt ihr auch Lust, auf meiner Facebook-Seite vorbeizuschauen, wo ich fast jeden Tag kleine Beispiele meines Alltags poste. Wenn ihr euch hier eintragt, erhaltet ihr zudem automatisch eine Mail, wenn ich wieder einen Blogeintrag geschrieben habe…

4 Kommentare
Hallo Stefan,
danke für die versprochenen Informationen. Und danke für den informativen lockeren humorvollen Vortrag. Ich habe viel dazugelernt.
Viele Grüße
Wolfgang
Thx Stefan, die Seite von flash gels kannte ich auch noch nicht.
Halsschmerzen ….. ” wer hat’s erfunden ” ;-) *flitz*
Gruß Frank
Hallo Frank und Wolfgang, danke! :-) Freut mich, wenn ich helfen konnte!
Vielleicht noch was zu den Funktriggern, diese bekommt man aus England wesentlich günstiger, inkl. Versand hab ich ≈ 30 bezahlt. Einfach bei http://www.ebay.co.uk/ suchen, RF 602
Gruß und immer gutes Licht!